Das Koordinieren von mehreren Kurieren zwischen verschiedenen Kunden ist eine Herausforderung. Der Disponent muss Lieferzeiten abschätzen und Verspätungen voraussagen dürfen. Bisweilen sind Dutzende von Kurieren mit verschiedenen Sendungen unterwegs. Gleichzeitig kommen neue Aufträge herein und der Disponent muss abschätzen können, wann und wo der nächste Bote frei wird.
Lange war dies reine Kopfarbeit. Im Büro einer Kurierfirma saß ein erfahrener Kurier am Disponenten-Funk, der die Stadt in- und auswendig kannte. Er konnte Distanzen abschätzen und die Aufträge so verteilen, dass weder ein Kunde zu lange auf eine Lieferung warten musste, noch seine Kuriere mit der Arbeitslast über- oder unterfordert waren.
Heute machen Computerprogramme diese Arbeit einfacher. Sie registrieren, wenn Sendungen abgeholt und ausgeliefert werden, und wissen immer, wo und wann ein Bote frei wird für die nächste Sendung. Sie behalten den Überblick, egal wie viele Kuriere sie koordinieren müssen. Bisweilen tragen heute Kuriere, wie Taxis auch, ein GPS-Sendegerät bei sich und geben einem zentralen Computer immer ihre aktuelle Position durch, um ihm eine minutengenaue Planung zu ermöglichen. Und nicht zuletzt hilft eine Kurierdienst-Software am Ende des Monats, wenn die Fahrten abgerechnet und Rechnungen geschrieben werden müssen.