Hochzeiten sind so unterschiedlich wie die Paare, die sie erleben. Einige Brautpaare haben es lieber ruhig und bescheiden, andere wiederum bevorzugen eine große Feier mit Hunderten von Gästen. Doch ob groß oder klein, eine Heirat bedarf stets einer rechtzeitigen und guten Organisation. Geplant und organisiert werden muss nicht nur die Trauung selbst, die zumindest die Beschaffung der Brautkleidung, der Hochzeitsringe und sämtlicher Dokumente voraussetzt, sondern auch die daran anschließende Feier.
Die Hochzeitsfeier wird in der Regel je nach Größe entweder zu Hause, in einem Café oder in einem extra angemieteten Festsaal veranstaltet. Wird im Sommer geheiratet und das Brautpaar besitzt ein Einfamilienhaus mit Garten, so findet das Fest der Liebe auch gern im eigenen Garten statt. Unabhängig vom Ort müssen sich Braut und Bräutigam um alles selbst kümmern oder aber sie beauftragen einen Hochzeitsplaner. Diese Dienstleistung richtet sich an alle Paare, die entweder keine Zeit oder aber keine Lust haben, ihre Hochzeit zu organisieren. Der/Die Hochzeitsplaner/in übernimmt alle Aufgaben, angefangen bei der Auswahl der Location, über die Gestaltung und den Versand der Einladungskarten, die Tischdekoration, die Auswahl der Musik und des Brautstraußes bis hin zur Zusammenstellung des Menüs.
Um die Hochzeitskleidung wollen sich die zukünftigen Eheleute in der Regel selbst kümmern. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Heutzutage ist alles möglich, sodass Pärchen je nach Vorliebe auch schon einmal in Lederhose und Dirndl oder in schwarz vor den Altar treten. Favorisiert wird jedoch nach wie vor das klassische weiße Brautkleid. In den Fachgeschäften für Brautmode sind diverse Modelle unterschiedlicher Preisklassen und Stile erhältlich. Für etwas mutigere und extravagantere Damen gibt es klassische Brautkleider auch in anderen Farben, beispielsweise in rot, rosa oder grün. Besonders beliebt sind jedoch sanfte Pastelltöne, aber auch grelle auffällige Farben werden zunehmend gern genommen. Natürlich gibt es auch zu den grellen Kleidern die farblich passenden Accessoires. Farbige Brautschuhe, rote und blaue Stolas, grüne und rosa Handtaschen sowie gelbe oder lila Handschuhe sind längs keine Seltenheit mehr. Das Praktische an bunten Schuhen im Gegensatz zu weißen ist zudem, dass sie je nach Farbe auch nach der Hochzeit gut getragen werden können. Schließlich passen blaue und grüne Schuhe zu jeder Jeans.
Tatsächlich hat die bunte Brautmode eine lange Tradition. Im 18. Jahrhundert heiratete Frau beispielsweise in grün, blau oder rot. Eine Zeit lang, und zwar im 16. Jahrhundert, war sogar die Farbe schwarz angesagt. Erst ab 1920 etablierte sich weiße Brautmode, die mittlerweile jedoch wieder bunte Konkurrenz bekommt.